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Was ist Rollenspiel? (auch PEN & PAPER-SPIEL genannt)

Das RollenspielViele, die Rollenspiel zu erklären versuchen, bringen das Beispiel mit einem Buch: Stelle dir vor, du liest ein spannendes Buch. Während des Lesens weißt du vorher nicht, was im Verlauf der Geschichte passieren wird. Und wie oft passiert es dir, dass du dich in der Situation der Hauptperson des Buches anders verhalten würdest, als diese es tut. Stell dir als nächstes vor, du könntest alle Aktionen dieser Hauptperson selber bestimmen. Du würdest bestimmen, was die Hauptperson sagt und wie sie handelt. Leider ist so ein Buch diesbezüglich nicht so flexibel, denn es hat einen festen Ablauf. Stell dir aber mal vor, dass der Autor des Buches persönlich anwesend ist. Er kennt die Geschichte und kann am ehesten beurteilen, wie die Handlung weiterlaufen würde, wenn sich die Hauptperson in einem bestimmten Moment zu etwas anderem entschlösse.

 

Im Rollenspiel bist du, der Spieler, die Hauptperson und der AUTOR der Spielleiter. Du und deine Mitspieler übernehmen die Rolle der Hauptperson(en) und bestimmen , was diese tun und sagen. Der Spielleiter (der Autor), der die Geschichte zumindest vom groben Verlauf her kennt, reagiert auf dein (euer) Agieren mit einem neuem Handlungsverlauf. Auf diese Weise können sämtliche Spieler als Hauptpersonen der Geschichte interagieren. Der Spielleiter übernimmt alle anderen in der Geschichte auftauchenden Personen und die Weiterführung derselben in deren Reaktion auf die Aktionen der Hauptpersonen. Spieler wie auch Spielleiter schlüpfen in diesem Spiel also in die Rolle einer ausgedachten Person, daher der Name 'Rollenspiel'."

 

Das RollenspielWenn alle zusammensitzen und die Spieler ihre "Charaktere" vorbereitet haben, dann gibt der Spielleiter eine Einleitung für die Geschichte. Das kann man sich vorstellen wie in einem Abenteuerroman, der in der Ich-Form geschrieben ist: den Spielern ist nur das Vorwissen bekannt, das ihre "Charaktere" durch das bisher Erlebte haben. Was sie genau vor Beginn der Geschichte an Erfahrungen gemacht haben, hat der Spielleiter entweder alleine festgelegt oder vorher zusammen mit dem jeweiligen Spieler ausgearbeitet. Die Einleitung soll die Spieler zu der Stelle führen, an der sie ihre "Charaktere" das erste Mal agieren lassen, und dient auch zum Erzeugen von Neugier (auf das bevorstehende Abenteuer) und Spannung. An dieser Stelle stellen sich jetzt viele Außenstehende vor, dass die Spieler wie Schauspieler im Freien Theater ihre "Charaktere" ausspielen. Das ist nur halb richtig. Als Rollenspieler beschreibt man normalerweise nur mit Worten, Mimik und Gestik, was der "Charakter" sagt und tut. Wer es aber möchte kann dies auch auf einer Bühne ausspielen. Schließlich soll es schon Events gegeben haben, wo Rollenspiele in einem Schloss gespielt worden sind. Allerdings ist hier die Aufgabe des Spielleiters sehr stark beansprucht, die kaum von einem einzigen Spielleiter erledigt werden kann.

Was ist nun MIDGARD?

Damit die Spieler und Spielleiter mit den gleichen Vorraussetzungen spielen, ist es von Vorteil, wenn man einige Regeln und Basiseigenschaften in einem Rollenspielsystem festlegt. MIDGARD ist nun ein solches Rollenspielsystem. Hier wird eine Welt mit vorkommenden Ländern, Wesen Kulturen und Zusammenhängen im Groben dargestellt. Somit kann sich jede Rollenspielergruppe (RSG) seine Details nach eigenen Vorstellungen ausbauen. Die angegeben Regeln sind Vorgaben und können von jeder RSG auf ihre eigene Gruppe angepasst werden. Es empfiehlt sich jedoch als Einsteigergruppe sich erstmal an die Vorgaben zu halten.


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marvin, 19. February 2006